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„Ich glaube, daß die Festung genommen werden würde, aber der Verlust würde ungeheuer sein!" erwiderte Fedor mit dem Tone der Ueberzeugung.
„Nicht die Wegnahme der Werke, der Widerstand in diesen ist es, was die Einnahme so schwierig machen wird, es ist etwas ganz Anderes, aber — Väterchen, davon verstehst Du nichts."
„Hat nichts zu sagen!" ries der Alte mit sichtbaren Zeichen der Neugicrdc. „Ich denke doch, Jsmacl auch zu kennen, aber ich wüßte nicht, was Euch widerstehen könnte, wenn Ihr die Festungswerke habt. Ist cS' nicht gegen Deine Pflicht, Brüderchen, so sage mir doch, was Du meinst, das die Einnahme schwierig machen wird. Ich denke, sind die Russen einmal in der Stadt, so werden sie mit den Türken bald reinen Tisch gemacht haben.
„Und ich denke, dann wird der Tanz erst recht losgehen!" sprach Fedor. „ Wenn Du in Ismail bekannt bist, so hast Tu auch die großen steinernen Khans, jene mächtigen, festungsartigcn Gebäude, die zur Beherbergung von Reisenden und zu Waarcnnicdcrlagcn dienen, gesehen. ES ist ganz die Art und Weise der Türken, sich nach Erstürmung der Werke in dergleichen zurückzuziehen und sich dort bis auf den letzten Mann zu vertheidigen. — Wie gesagt, cS wird Menschen kosten, aber die Namen Katharina und Cuwarow werden uns auch dieses Hinderniß überwinden lassen."
Der Alte hatte, während Fedor sprach, seine grauen Augen fest auf den Jüngling gerichtet, und eine nachdenkliche Kopfbewcgung schien anzudeuten, daß er dessen Meinung theile. — Mazuchelli war indeß auch in Nachdenken versunken; jetzt fuhr er auf einmal empor.
„Höre Alter!" rief er. „Ist Dir der Name dcS Pascha'ö bekannt, der in Ismail befehligt?"
„Es ist AnduSlu Mahomet!" erwiderte dieser.
„Der Seraökier?" fiel der Major lebhaft ein.
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