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den Türken besetzten Städtchen lebe, habe sie Niemanden, der sich ihrer annehmen würde. Fcdor suchte das Mädchen zu beruhigen. Er betrachte es, sagte er, als eine wiedergefundene Schwester und halte sich für verpflichtet, so gut eS ihm nur immer möglich sei, für Anastasiens Zukunft, vor Allem für ein Unterkommen in einer ihr Schutz gewährenden Familie zu sorgen.

Fedor eilte jetzt nach Hause. Der General cn Chef hatte ihm befohlen, die Papiere, die er ihm Behufs mehrerer Korrespondenzen anvertraut, nach Beendigung der letztem zurück zu bringen. Der Jüngling erschrak auf das Entsetzlichste, als er ein wichtiges Papier, welches sich, wie das schon früher fehlende, gleichfalls auf die Ver­hältnisse der Krimm bezog, in seinem Portefeuille vermißte. Er durchsuchte alle seine Habseligkeiten, nichts blieb undurchforscht, aber das Papier war und blieb verschwunden.

Fedor war wie vernichtet. Das Actenstück war nicht ol)ne Wichtigkeit, es war keine Kopie davon vorhanden, der Verlust nicht zu ersetzen. In unendlicher Angst, was zu thun sei, lief er bald in seinem Zimmer auf und ab, bald begann er die fruchtlosen Nachsuch- ungcn von Neuem, endlich beschloß er, zu dem General zu gehen und ihm geradezu den Verlust zu entdecken. Was aber sollte er ihm sagen? Sollte er sich einer Nachlässigkeit anklagen, die er nie be­gangen? Er wußte genau, daß er das fehlende Documcnt, ehe er am Abende vor dem Sturme zum General gerufen worden, in den Händen gehabt, daß er es mit den andern Papieren in sein Porte­feuille gelegt und dieses in seinem Koffer verschlossen habe. Niemand als Mazuchelli und Fedor's Diener, ein gewöhnlicher Kosak, waren im Zimmer gewesen. Jetzt fiel dem jungen Manne das frühere Drängen des Majors, die Papiere und Pläne zu durchmustern, vor Allem aber die in türkischer Sprache zu Anduslu Pascha gesprochenen Worte ein und ein furchtbarer Verdacht stieg in ihm auf. Sollte er