mit Suwarow von diesen Umständen reden, sollte er sie verschweigen und Alles auf sich nehmen? Im ersten Falle, sagte Fcdor zu sich selbst, wird man mir nicht glauben und ich kann in einer Lache, wo sich um die Ehre eines höhern Offiziers handelt, meine Aussage, meinen Verdacht nicht durch den geringsten Beweis unterstützen ; im zweiten Falle verscherze ich das Vertrauen des Generals unv erleive vielleicht eine unverdiente, meine Ehre empfindlich kränkende Strafe. Erst nach langem, innerem Kampfe kam er dahin, am folgenden Tage dem General Alles offen einzugcstehen, aucb das, waö er aus Mazuchcllis Munde gehört zu haben geglaubt, nicht unerwähnt zu lassen, jedoch beizufügen, daß er sich wahrscheinlich getäuscht, da er nur aus einer Menge einzelner Worte den Sinn der ihm auffällig gewesenen Rede construirt habe.

Der Abend war indeß herangekommen. Unbegreiflicher Weise kam der Major diesen Abend nicht in das gemeinschaftliche Quartier.

Fedor begab sich indeß in andern Dicnstgcschäften am andern Morgen zu dem General. Der junge Mann war überrascht, als ihm von einem Adjutanten angedeutet wurde, daß Suwarow ihn jetzt nicht sprechen könne, daß er aber das Thor des Palastes nicht über­schreiten dürfe, sondern weitere Befehle zu erwarten hätte.

Während aber Fedor und Anastasia sich mit Plänen über ihre Zukunft beschäftigte, war es im Rathe des Schicksals beschlossen, dieses auf eine ganz andere Art zu gestalten. Der Jüngling wollte sich eben fort und nach dem Dieustsalon des Feldherrn begeben, als er mit Befremden einen Adjutanten des Generals, gefolgt von zwei Kosaken, ihm entgegen treten sah; einer der Kosaken hatte Ketten über dem Arm hängen.

Sie suchen mich, Herr Hauptmann?" fragte Fedor, weniger betreten als verwundert.