welche soeben in Per Küche etwas zu thun hatte. Das gute Kind sing sogleich an, zu erzählen, wie glücklich es mit dem Verkaufe seiner Puppe gewesen war und verschwieg dabei, um der Mutter keinen Aerger zu bereiten, den ganzen Auftritt mit der Puppenhändlerin. Aber wie erschrak Henriette, als sie bemerkte, daß die Mutter weinte und sie von derselben hörte, daß der Vater während ihrer Abwesen heit wieder kränker geworden sei. Von dem Gelde, welches der Bruder Georg nach Hause gebracht hatte, war allerdings ein stärken- ves Getränk bereitet worden, aber Per arme Kranke hatte nur wenig davon genießen können. Im tiefsten Jammer standen alle um das ärmliche Lager ihres Versorgcrs. Alles hätte man gern gethan, um den guten Vater am Leben zu erhalten. Aber eS sollte nicht sein, es war von Gott anders beschlossen worden. Kein Gebet, kein Seufzen, kein Wehklagen konnte den Theuern erhalten. Der Athem wurde kürzer, die Sprache versagte ihm und in der Nacht, in welcher einst der Heiland der Welt, I c su ö C h r i st u s, geboren ward, starb der Tagarbeiter Starts. Sein Ende war sanft und schmerzlos, aber groß war der Schmerz der Hinterlassenen.

Wol hatten am heiligen Abend in allen Häusern ringsum die berrlichsten Weihnachtsbäume im schönsten Lichterglanze gestrahlt und überall hatten Gaben der Liebe Große und Kleine erfreut, - aber die Kinder des verstorbenen Staris hatten Nichts davon gemerkt, ihnen hatte die heilige Nacht Kummer und Schmerz gebracht und das theuerste Gut der Erde genommen. Unter Weinen und Klagen ver­strich den armen verwaisten Kindern und deren Mutter die ernste und geweihte Nacht, der Morgen des ersten heiligen Weihnacht- feiertages brach an und mit ihm zugleich auch die peinlichste Sorge wegen des Begräbnisses des dahingeschiedenen Vaters.

Die alte Großmutter, welche ihre Tochter bei aller Noth immer gebeten hatte, das Vertraue» auf Gott nicht sinken zu lassen, beharrte