dadurch feiner Mutter einen großen Theil ihrer häuslichen Sorge wegnahm und bat nur um die Erlaubniß , feine Mutter und Ge­schwister manchmal aus ein Stündchen besuchen zu dürfen. Das ward ihm denn auch gestattet, sobald er ein guter, fleißiger und frommer Knabe bleiben werde. Und daS versprach er von ganzem Herzen.

Georg zog zum Neujahr in das Haus des Fabrikbesitzers Lau- rentius. Seine Mutter und seine Schwester Henriette gaben ihm das Geleite. Als alle Drei in der Wohnung des Herrn LaurentiuS angekommen waren, erhielt zunächst Henriette ihre Puppe wieder zurück und dazu ein großes Stück Zeug zu einem neuen Kleide für dieselbe. Auch beschenkte LaurentiuS die Mutter mit verschiedenen Sachen für sich und ihre Kinder. Georg nahm herzlichen und weinen­den Abschied von seinen Lieben, mit denen er nun nicht mehr unter einem Dache wohnen, in ein und derselben Kammer schlafen sollte. Der Gedanke daran verursachte ihm allerdings viel Kummer, doch tröstete er sich mit einem andern Gedanken, mit dem nämlich, daß er seine Mutter und seine Geschwister wöchentlich wenigstens Ein mal besuchen, also sehen und sprechen könne. Die Mutter sehte ihre Tagarbeit fort, Henriette ging zur Schule und versorgte ihre kleineren Geschwister zu Hause.

Georg aber hielt sein Versprechen aufs Getreueste; er blieb ein guter und fleißiger Knabe, so daß ihn LaurentiuS täglich nach der Schulzeit recht gut in seinem Geschäfte gebrauchen konnte. Als die Schulzeit für Georg nach dessen zurückgelegtem vierzehnten Jahre ganz zu Ende war, behielt ihn LaurentiuS immer noeb bei sich, vertrauete ihm Dies und Jenes an, und ernannte ihn endlich an seinem zwanzigsten Geburtstage zum Faktor der ganzen Fabrik. Hatte Georg schon früher Mutter und Geschwister von seiner Einnahme zu unterstützen gesucht, so that er dies jetzt noch mehr, da er nun einen