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ungewohntesten Naturlauten. Aber abgesehen davon wendet sich der Reisende zu der erhebenden Betrachtung der wunderbar üppigen Vegetation, die ihn in unübersehbarer Mannichfaltigkeit umgiebt, die den Boden dicht bedeckt, sich an den Stämmen emporrankt und schlingt, und selbst hoch in Lüsten noch leichte Blüthcnguirlanden durch Aeste und Zweige windet, ja die den Vorder-, Mittel- und Hintergrund, den Boden und den eigentlichen Himmel der ganzen Waldscene bildet.
An Kontrasten*) fehlt es im Rahmen dieses Bildes natürlich nicht. Die hochstrebende schlanke Palme schießt bis in den wolkenlosen Himmel hinauf, als suche sie die nächste Nähe der Sonne und wolle mit ihrer unmuthigen Krone Alles überragen, und hart an ihrem Fuße entfalten Schwämme auf kurzem gedrungenen Stamme eine breite Krone mit holzigen Zellen. Man vergegenwärtige sich den Eindruck einer prächtigen Krone dunkelgrüner Blätter von den schönsten Formen, die sich auf dem Gipfel eines schlanken Schaftes vielleicht 18 V Fuß über den Boden wiegt. Wenn der Wind frisch über die Waldkronen fegt, sieht man diese unmuthigen Monarchen der Pflanzenwelt mit verbindlichem Neigen ihre Häupter schütteln, als wollten sie ihm ihre freundliche Huldigung darbringen, und sich wieder erheben, um die prachtvollen Federn ihrer Wipfel schwingen zu lassen, gleich als beeilten sie sich, wenn der augenblickliche Gruß vorüber, die ihrem hohen Range gebührende Stellung wieder einzunehmen und aufrecht zu erhalten. Die Standorte, auf welchen die Palmen sich oft in diesen Wäldern zeigen, geben ihnen noch mehr Schönheit und imposante Pracht. Manchmal wurzeln diese „Fürsten der Vegetation" aus dem einsamen Gipfel eines GranitfclsenS, wo ihnen der erdige Rückstand verwester Körper von Jahrhunderten ein
’) Kontrast ist auffallender Abstand, Abstich, Gegensatz.

