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fallen. In die eine Ecke setzte ich überdies mein kleines Wasserglas und in die andere Ecke des Fachs legte ich meine alle Sammlmütze, die ich mit MooS und Watte ausstopfte.
Darauf ging ich, nicht ohne einige Aengstlichkeit, in die Wohw stude zurück.
Meine Aeltern aßen schon und ich setzte mich alsbald an den Tisch.
„Nun, was hast Du denn heute vorgenommen?" — frug der Pater, indem er mich anblickte.
Ich glaubte, er ahne die Sache und erwiederte nicht ohne Stör lern, daß ich mit Nachbars Söhnen in den Erdbeeren gewesen sei Doch mein Herz klopfte und eine Stimme sprach immer airklagend gegen mich, indeß die andere sprach: Schweig! Verschweige ia, daß du gegen älterlicheö Gebot handelst.
Ich weiß aber nicht, wie es kam: kurz, die Aeltern merkte» mir kein Uebel an und das war's eben, was mich immer mehr beun rubigte. „Wie — soll auch ein Kind Heimlichkeit vor seinen Aeltern haben?" So zürnte es immer in mir und ick konnte nicht ;ur Ruhe kommen. Das ist aber eben die Macht des bösen Gewissens.
Einsilbig saß ich beim Abendtische und meine Gedanken schweif ten hinweg und wieder zu der Alten, die mir dock' mehr übel erschien, als gut. Ihr Geschenk war mir nur von sehr zweifelhaftem Werthe.
Aber ein Vorfall sollte mich noch aufs Tiefste mahnen. Die jüngere Schwester nämlich brachte ihre Arbeitsbücher, schlug sie auf und fing an ju lernen. Sonderbarerweise sollte sie grade unter ihren Sprüchen jenen uralten, den schon der weise Moses seinem Volke sagte, lallt lesen und lernen:
„Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern, und daß die Mutter auf Eiern sitzt, so sollst dl, nicht die Mutter mit den Jungen nehmen!"

