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und ich haltt einen großen Genuß, wenn ich, zufällig im Zimmer, diesen Gesprächen lauschen konnte. Arthur sollte Geistlicher werden und um sich vorzubereiten, ging er zur Universität. Lucv war wäh­rend seiner Abwesenheit weniger heiter und froh, denn sie liebte ihren Bruder so, daß sie ohne ihn kein Vergnügen recht genießen konnte.

Arthur wurde nach Verlauf einiger Zeit ordinirr und seines Onkels Adjunkt. Nach zwei Jahren der Abwesenheit lieble ihn Je­dermann um so mehr. Bald indessen bemerkte ich auf seinem Antlitz einen traurigen und nachdenklichen Zug, den deö OnkelS Gesicht ebenfalls hatte; natürlich konnte ich nicht fragen, dachte aber an nichts Trauriges. Eines TagcS predigte unser Herr über die Worte, nach denen Du gefragt hast, den achtundzwanzigsten VerS des elften Kapitels im Evangelium des Johannes:Der Meister ist da und ruft dich." Noch nie machte eine Predigt einen solchen Eindruck aus mich. Er sprach von den verschiedenen Wegen, auf denen uns der Herr ruft; zuerst bei der Taufe, dann in jeder Stunde, in der wir von heiligen Dingen hören, in jeder Predigt, bei unserer Konfirma­tion, bei dem Genusse des Abendmahls. Er sagte, daß selbst in den kleinsten Verhältnissen des täglichen Lebens jener Ruf zu vernehmen sei: jeder Glockenton erinnere uns an Gott und an die stets näher rückende Stunde seiner Ankunft; jeder Sonnenaufgang erinnere uns an die Auferstehung voi» Tobe, jeder Sonnenuntergang an den Untergang unsrer Lebenssonne. So giebt es keinen Umstand, keinen Ort, kein Ding, das lins nicht den Ruf des Herrn vernehmen ließe. Verstehst Du mich, liebe Bccea?"

Ja," sagte Becca,meistentheils."

Aber dies war noch nicht Alles," fuhr Martin fort,er sagte uns, daß außer diesen Erinnerungen im Allgemeinen auch noch an Jeden persönlich und ins Besondere der Ruf des Herrn erginge, und daß er in der Einsamkeit zu uns spräche, wie zu Samuel, oder in