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Sorge und Kummer uns riefe, wie einst die Maria. Hoch und heilig sollten wir alle seine Mahnungen halten und diese vor allen gesegneten Stunden mit tiefster Liebe und Verehrung schätzen. So wurde Abraham befohlen, seinen Sohn zu opfern, Moses geheißen, den Palast der Tochter Pharaos zu verlassen: so rief Gott David durch den Tod seiner Kinder, Hiob durch den Verlust des Seinigen, die Apostel durch den Mund Christi und so stets seine Auserwählten, Heiligen und Märtyrer, die wahrhaft Bereuenden, die Bußfertigen und Demüthigen. Solch ein Ruf wird den Menschen ergebener, selbstverleugnender und entsagender machen, und um diesem gesegneten Rufe folgen zu können, muß man schnell aufstehen und dem Herrn nachgehen. Und wenn zu Manchen solch ein Ruf nicht zu dringen scheint, so giebt es doch einen, den Jeder hören wird, wenn wir auch nicht Tag noch Stunde kennen. Es kommt die Stunde, da es uns die treuen Seelenhirten in Worten, oder die niedergeschlagenen Blicke und heißen Thränen unsrer Lieben sagen, deren Herzen schwach sind bei dem Gedanken, von uns scheiden zu müssen; oder vielleicht sagen es lins tödtliche Schmerzen oder das lebhafteste Bewußtsein von der Richtigkeit der irdischen Dinge lind von der Gegenwart unserm sterb­lichen Auge unsichtbarer Wesen. Alles dies wird uns eines Ta­ges zurufen, daß es unsern ganzen Körper durchbcbt:Der Meister ist da und ruft dich." Dann wird es zu spät sein, zu sagen:Herr, laß mich gehen und erst den Meinen Lebewohl sagen!" oder:Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe!" Wir müssen gehen, man kann nicht zögern oder sich weigern. Aber selig, dreimal selig, 'von dem gesagt werden kann, wie von Maria: Als sie Das hörte, stand sie eilend aus und kam zu ihm."

Martin hielt wie erschöpft inne, denn er hatte sehr ernst und bewegt gesprochen. Die kleine Becca lehnte an seinem Knie, sah zu ibm aus, sprach aber nicht. Jetzt verstand sie, was ihr Großvater