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Pfarrer da wäre und mit Ihnen betete; — (wenn er jetzt nur nicht stürbe!" setzte er leise hinzu.)
„Wozu redet Ihr vom Pfarrer? Glaubt Ihr an die Kirche und all das Zeug? Thut, was Ihr wollt, aber laßt mich damit in Frieden. Ja, einst, aber mein Kind! Wo ist mein Kind?" schrie der Unglückliche und stieß wieder heftige, unzusammenhängende Worte aus, deren x Sinn Michael nicht verstand.
Dieser Donovan war ein ehrlicher Jrländer von einiger Erzieh ung, der mit seiner Frau Bridget und seiner kleinen Tochter in dem Nebenhausc wohnte. Michael war ein einfacher, frommer Mann, der ganz genau an alle Lehren der Kirche glaubte und dem der leiseste Zweifel daran schon als große Sünde erschien. Er war eigentlich ein Schuhmacher, wandte aber seine Feierstunden zu jeglicher Handlung der Wohlthätigkeit an und stand seinen Nachbarn zu jeder Zeit mit Rath rmd That hülfreich bei. Aber ein wenig Eitelkeit war durch die Achtung, welche ihm seine Nachbarn zollten, über ihn gekommen lind in diesem Sinne sprach er jetzt.
„Ich bitte Sie bei Allem auf der Welt, Herr, wenn der Herr Pfarrer kommt, öffnen Sie ihm Ihr Herz. Sie sind vielleicht ein großer Sünder und eine sterbende Seele ohne Reue ist der Hölle gewiß. Ich warne Sie deshalb."
„Ja, ja, vielleicht sterbe ich. Gewiß ist der Tod und gewiß ist die Hölle, — aber hier auf Erden, hier in mir. — Was wißt Ihr von dem Jenseits? Ich glaube weder an Kirche, noch Pfarrer! Herr Arnett mag ein guter Mann sein, aber was er von Kirche und Ber gebung der Sünden schwatzt, ist nichts als Unsinn!"
Michael hatte keine Antwort dafür, sondern dachte, ob in diesem Menschen wol der Böse stecken möge und der Ring sein Zauber sei.
Da traten zu seiner großen Freude der Pfarrer, Bridget und der Doktor ein.

