Die sinken auf'« Knie vor dem GotteSmann Und schmiegen mit Weinen an ihn sich an.

DaS ist meine Beutel" der Bischof sagt, Nach der hat nicht Einer von euch gefragt."

Ich fand sie verlassen, in Harm und Noth, Erwürgt ihre Mütter, die Vater todt."

Da führt' ich sie alle nach Wien herein, Und will den Berwaisten ein Vater fein 1"

Und als er zu ihnen gesagt dies Wort, Da schwiegen beschämt wohl die Andern dort,

Denn waS sie auch alle nach Haus gebracht, Nicht giich eS der Beute, die er gemacht.

2. Der arme HTcöer und die ißiöcf.

In tiefe Gedanken versunken, stand der arme Weber Martin am Fenster und blickte durch die trüben grünen Scheiben nach der Kirche des Dorfes hinüber, die er aus seiner Hütte sehen konnte. Eben hatte es zum Nachmittagsgottesdienste eingeläutet; die Bauern und Bäuerinnen wandelten, festlich geschmückt, zwischen den blühenden Linden des Kirch­hofs hindurch, ihrem Gotteshause zu; o, wie gern wäre ihnen Martin gefolgt, aber er konnte ja nicht in dem abgetragenen Hansgewande das Heiligthum besuchen, und sein Sonntagsrock war in der verwichenen Woche aus großer Noth verkauft worden.

So stand er jetzt wehmuthsvoll in sich gekehrt, mit gefalteten Händen und gebeugtem Haupte am Fenster, wischte von Zeit zu Zeit eine Thräne aus den grauen Wimpern, strich das wallende Silberhaar von der Stirn und schlug dann wieder den matten Blick zum Himmel hinaus. Endlich öffnete er das Fenster und sah voll Sehnsucht den Feldweg entlang, der nach der nahgelegenen Stadt führte. Dorthin war am Morgen seine Hausfrau Marie gegangen, um von reichen Leuten, für welche Martin gearbeitet hatte, eine alte Schuld einzufordern. Aus heute hatte man sie hinbestellt, heute glaubte sie gewiß, ihr Geld zu bekommen, und wollte dann gleich ein Kleidungsstück für den Vater kaufen, daß er doch wieder das liebe Gotteshaus besuchen könnte. Darum .blickte der arme Weber so sehnsuchtsvoll nach dem Wege, von wo ihm die Hilfe in.seiner großen