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„Was soll das häßliche Geschöpf in der Stube? Hinaus mit dir in die Küche! — Wer Brod essen will, muß es auch verdienen!" —
Und sie zogen dem armen Mädchen seine schönen Kleider aus und gaben ihm dafür einen schlechten Kittel, und nun mußte es die schwerste Arbeit verrichten, mußte waschen und scheuern, kochen und plätten, mußte der Stiefmutter und ihren Stiefschwestern die Zimmer putzen und blank machen, und hoch oben in einem schlechten Dachkämmerchcn schlafen, in das ungehindert Wind und Schnee und Regen eindrang. Ihre Stiefschwestern aber wohnten in den herrlichsten Gemächern, hatten Kleider von Sanimet und Seide, und Spiegel, in denen sie sich vom Kopf bis zu den Füßen sehen konnten, und brauchten den ganzen lieben Tag Nichts zu thun, als sich putzen und schmücken.
Die arme Stieftochter trug ihr hartes Schicksal mit Geduld, und wagte nicht einmal ihrem Vater ihr Leid zu klagen. Denn dieser wurde so sehr von der bösen Stiefmutter beherrscht, daß er sein armes Kind doch nicht hätte beschützen können. Wenn sie ihre Arbeit gethan hatte, setzte sie sich in eine Ecke des Kannns, und wärmte sich da im Winter an der heißen Asche, llnd weil sie darum immer staubig und schmutzig aussah, nannten die klebrigen sie nicht anders als Aschenbrödel. Aber trotz ihrer schlechten Kleider, war sie doch immer noch viel tausendmal schöner, als ihre Schwestern, obgleich diese sich mit dem Schönsten schmückten, was nur auf der Welt zu haben war.
Da geschah es, daß der Sohn des Königs einen glänzenden Ball geben wollte, und dazu alle schönen

