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Jungfrauen des Landes einlud. Auch die zwei Stief­schwestern wurden eingeladen, zu kommen, und als sie das hörten, da waren sie guter Dinge und sprachen von weiter Nichts, als wie sie sich recht Prächtig und glänzend kleiden wollten.

Ich," sagte die Aelteste,ich ziehe mein rothgoldenes Sammtkleid mit den Brüsseler Spitzen an!"

Und ich," sagte die Jüngste,ich kleide mich zwar nur in Seide, aber dafür hänge ich meinen schönen Mantel niit den silbernen Blumen um und schmücke mich mit meinen Rubinen und Diamanten.. Das wird wunder­schön aussehen."

Sie gingen in die reichsten Kaufläden und kauften sich die schönsten Sachen für vieles Geld. Und als der Tag des Festes gekommen war, riefen sie Aschenbrödel herbei und sagten zu ihr:

Jetzt kämme uns das Haar und flicht es in glän­zende Flechten, bürste unsere Schuhe blank und schnalle die Schnallen fest, denn wir gehen in des Königs Schloß auf den Ball."

Aschenbrödel that Alles, wie die Stiefschwestern es haben wollten. Sie flocht ihnen das Haar, bürstete ihre Schuhe blank, und schnürte sie ein. Aber mehr als ein Schnürband zerriß dabei, weil die Stiefschwestern recht schlank und zierlich aussehen wollten. Da mußte Aschenbrödel viel Scheltworte hinnehmen, und empfing manchen Schlag; aber sie trug Alles geduldig und nnschte sich nur von Zeit zu Zeit heimlich die Thränen aus den Augen, damit die bösen Schwestern nicht sehen sollten, daß sie weinte.

Aschenbrödel," sagte die Eine spöttisch, als sie sich