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ihren Kuchen dem Boten, indem sie ihn fragte, wie es dem guten Prinzen ginge. Der Bote hörte aber gar nicht auf ihre Fragen, sondern nahm den Kuchen, und lief so schnell er konnte davon, um ihn dem Prinzen zu bringen.
Der Prinz riß dem Boten den Kuchen so hastig aus der Hand und verzehrte ihn mit so großer Gier, daß die Aerzte für sein Leben besorgt wurden. Auch erstickte der Prinz wirklich beinahe an dem Ringe, welchen er in einem Stücke des Kuchen fand. Doch nahm er ihn zum Glück noch zeitig genug aus dem Munde, und sein großer Appetit mäßigte sich, als er den köstlichen Smaragd betrachtete, welcher ihm von dem Reife entgegen funkelte. Der Ring selbst aber war so zierlich und eng, daß er nur an das feinste und niedlichste Fingerchen in der Welt gesteckt werden konnte.
Hundert Mal drückte der Prinz heimlich den Ring an seinen Mund, küßte ihn, versteckte ihn unter sein Kopfkissen und zog ihn jeden Augenblick hervor, wenn er allein und unbeobachtet zu sein glaubte. Mit dem Ringe aber kehrte die Sehnsucht nach Eselshaut mit verdoppelter Stärke zurück; da er jedoch fürchtete, ausgelacht zu werden, wenn er seine Neigung offen gestünde, so verhehlte er Alles und grübelte nur unaufhörlich über sein trauriges Schicksal nach. Seine Krankheit kehrte mit verdoppelter Stärke zurück, und die Aerzte wußten sich endlich nicht anders mehr zu helfen, als daß sie der Königin erklärten, der Prinz wäre krank vor Sehnsucht.
Sofort begaben sich die Eltern an das Schmerzcn- lager ihres Sohnes, und der König sagte betrübt:

