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Mein theurer Sohn, ich beschwöre dich, sage uns, nach wem du dich sehnst! Wenn es in meiner Macht steht, so will ich deine Wünsche befriedigen, selbst wenn du die niedrigste Sclavin zur Gemahlin ver­langtest!"

Die Königin vereinigte ihre Bitten mit denen ihres Gemahles, und der Prinz vermochte so vieler Zärtlichkeit nicht länger zu widerstehen:

Geliebte Eltern," sagte er,ich bin weit entfernt, Eurem Willen zu widerstreben, und damit Ihr seht, daß ich es ehrlich meine, will ich mich ohne Zögern mit der Jungfrau vermählen, welche diesen Ring an den Finger zu stecken vermag."

Er zog bei diesen Worten den Smaragdring unter dem Kopfkissen hervor und reichte ihn seinen Eltern, welche ihn mit Verwunderung betrachteten.

Ei," sagte die Mutter,ein feines und zierliches Fingerchen muß die Jungfrau haben, der dieser Ring passen soll. Gewiß hat er einer schönen und lieblichen Prinzessin gehört."

Der Vater stimmte ihr bei, und um der Krankheit seines geliebten Prinzen ein Ende zu machen, ging er hinaus und schickte seine Trompeter, seine Pfeifer und Trommler durch die ganze Stadt. Ein Herold ritt voraus und verkündigte mit lauter Stimme, daß der Prinz diejenige Frau heirathen und auf den Thron seiner Väter erheben werde, welche den bewußten Ring würde an ihren Finger stecken können.

Da kamen denn aus aller Welt Gegenden Prinzes­sinnen und Herzoginnen, und Gräfinnen und Baroninnen, und wollten Alle den Ring probiren; aber sammt und