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sonders hatten sie zu dicke Finger. Dann kamen die Biirgerstöchter aus der Stadt, und probirten den Ring auch, aber er paßte ihnen ebenfalls nicht. Dann kamen die Kammermädchen alle, und der Prinz versuchte selber ihnen den Ring anzupassen, aber es war immer eine ganz vergebliche Mühe. Niemanden wollte es gelingen, und der Prinz ließ endlich gar die Köchinnen und Dienst­mädchen kommen, und die Bäuerinnen vom Lande und die Bettlerinnen von der Straße, und probirte den Ring bei allen; aber auch bei ihnen waren alle Finger viel zu dick und zu roth.

Ist denn Eselshaut nicht da gewesen, die mir einen so köstlichen Kuchen gebacken hat?" fragte endlich der Prinz.

Alle fingen an zu lachen bei dieser Frage, und Jeder rief Nein, und sagte, die würde nicht kommen, da sie doch gar zu häßlich und schmutzig sei. Der König aber sprach sehr ernsthaft:

Augenblicklich geht hin und führt sie her, denn Niemand in meinem ganzen Lande soll von der Probe ausgeschlossen sein!"

Lachend und scherzend liefen die Hoflcute davon, um die verspottete Schäferin zu suchen.

Die Prinzessin hatte indessen recht wohl all' den Spektakel, das Trompeten und Trommeln gehört, aber sie zweifelte, ob auch ihr Ring es sei, der dieses Ge­töse und Aufsehen verursachte. Obwohl sie den Prinzen herzlich liebte und immer fürchtete, von seiner Vermäh­lung Kunde zu bekommen, so war sie doch viel zu schüchtern, sich bei der Ringprobe aus freien Stücken zuzudrüngen. Um so niehr freute sie sich nun, als die