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Zunge aus dem Munde heraushängen ließ. Bei den Einen, welche ihre Wette gewonnen hatten, war großer Jubel, bei den Verlierenden gewaltiger Aerger.

Wahrlich," sagte der Prinz zu dem jungen Grafen,ich zahle die verlorene Wette gerne; es war mir ein wahrer Genuß, Ihr Pferd rennen zu sehen! Sie haben ein herrliches Thier!"

Das von heute an Eurer Königl. Hoheit angehören soll!" antwortete der junge Graf sehr verbindlich.Ich schätze mich glücklich, es Eurer Königl. Hoheit als geringen Beweis meiner Dankbarkeit und Verehrung zu überlassen!"

Das ist zu viel, Graf!" antwortete der Prinz.Gleichwohl nehme ich dieses Geschenk seiner Seltenheit wegen mit Dank an."

So geschah es auch. Fröhlich zog die Jagdgesellschaft heim, vergnügte sich bei einem im Schlosse und Dorfe von dem Grafen gegebenen Mahle von frischem Hirschbraten und kehrte frohlockend nach der Hauptstadt zurück.

In allen öffentlichen Klatschblüttern war am folgenden Tage von dieser Jagd und ihren Erfolgen die Rede. Der junge Graf hatte sich die Freundschaft des Prinzen erworben und bald nachher wurde die Familie des Grafen mit Gnnstbezeugungen überhäuft, und dem

Grafen eine hohe Stelle am königlichen Hofe angeboten und von ihm übernommen.

Diese Geschichte reizte den Hochmuth, den Ehrgeiz und die Eitelkeit eines ehemaligen Handwerkers in Paris, der sich durch glückliche Unternehmungen ein ungeheures Vermögen erworben hatte, der nun als Rentier in Paris lebte und dem, wie er meinte, zur Vollendung seines Glücks nichts mehr fehlte, als einen hohen Titel zu führen und eine Stellung unter den Vornehmen einzunehmen- Dieses höchste Ziel seiner Wünsche.glaubte der eitle Thor, nachdem die Geschichte dieser Jagd so viel Aufsehen erregt hatte, auch durch Veranstaltung einer gleichen Jagd von seiner Seite erreichen zu können. Tag und Nacht ging er mit diesem Gedanken um und schmiedete Plane und wollte sichs ein großes Geld kosten lassen, wenn er nur seinen Zweck erreichte. Endlich war der Plan fertig und es konnte gar nicht fehlen er mußte ein berühmter Mann werden und sich die Gunst des Hofes und des Adels erwerben!

Wollte er die Vornehmen von Paris zu der Jagd einladen, so mußte diese ganz in der Nähe der Stadt abgehalten werden. Ländcreien besaß er nicht, also mußte er solche für die Zeit der Jagd miethen. Das war geschehen. Hirsche gab es dort auch nicht, folglich mußte er sich wenigstens einen lebendigen Hirsch verschaffen, den er der Parforcejagd Preis gab, denn auch bei jener Jagd

war ja nur ein Hirsch gejagt worden. Das war auch geschehen. Mit ungeheuren Kosten hatte er sich endlich einen lebendigen, schönen,

großen Hirsch verschafft und fütterte ihn in seinem Garten. Er mußte Pferde, die besten Renner, mußte Windhunde, mußte Wagen und Jagdrequisiten, Alles aufs Glänzendste anschaffen, Leute, welche die Jagd verstanden, in seine Dienste nehmen. Das war Alles geschehen! Es hatte ein enormes Geld gekostet. Aber was lag daran? Ganz Paris mußte auf ihn aufmerksam werden, von ihm reden, und die Gunst der Vornehmen konnte ihm nicht fehlen. Durch seine Vertrauten ließ er schon vorher da und dort bei