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verbunden und geheilt zu werden. Die Treiber wurden bald wieder gesund, aber der muthige Hirte war so von dem Tiger zerfleischt worden, daß er nach einigen Tagen starb.
Die Jagd, welche ihr hier abgebildet sehet, hatte folgende Veranlassung.
Ein reicher Mexikaner ritt einmal mit zweien seiner Freunde in die Prairieen aus, um nach Wild zu jagen. Ganz unvermuthet stießen die Jäger bald auf eine zahllose Heerde von Büffeln, die auf einer weiten Ebene, auf welcher sie sich befanden, fast keinen Grashalm übrig gelassen hatten. Schon von Ferne hörten sie ein dumpfes und verworrenes Geräusch und es ergriff sie seltsam, als sie
dieser schwarzen Masse ansichtig wurden. Es war die Morgenzeit, wo die Heerden zu weiden pflegen, und die ganze Masse war fort
während in einer wimmelnden Bewegung. Hie und da wälzte sich ein gewaltiger alter Bulle im Gras, und Staubwolken stiegen von verschiedenen Punkten auf, deren jede ein hartnäckiges Gefecht dieser Thiere andeutete. Die Thiere waren vom Fluß heraufgekommen,
wo sie sich, wie sie immer thun, im Wasser und Schlamm gebadet hatten. Die drei Jäger entschlossen sich nun, zunächst auf diese
Büffelheerde loszugehcn. Sie ritten also langsam hinzu. Als sie sich auf 600 bis 700 Fuße genähert hatten, entstand eine plötzliche Unruhe nnd Bewegung unter der Heerde, welche die Jäger bereits bemerkt hatte. Als sie näher hinkamen, eilten die vordersten Büffel schon in schnellem Zuge den Hügeln zu und in wenigen Augenblicken hatte sich die Bewegung der ganzen Heerde mitgetheilt. Eiir Trupp Bullen bildete wie gewöhnlich die Nachhut. Sie drehten sich zuweilen um und blickten die Jäger an, als ob sie Lust hätten, ;um Gefechte Stand zu halten. Doch in wenigen Augenblicken war die Flucht allgemein und die Jäger jagten ihnen wie int Sturmwind über die Ebene nach. In einer Nähe von 60 Schuhen feuerten sie zum erstenmale ihre Gewehre ab nnd brachen darauf in die Heerde ein. Die Thiere stoben erschrocken auseinander, und mancher schwerfällige Bulle stürzte auf dem unebenen Boden und überschlug sich im
gewaltigen Fall. Nun trennten sich die Jäger nnd jeder suchte sich seine Beute aus. Sinarez, der Mexikaner, ritt ein sehr wildes,
aber dennoch trefflich geschnltcs Roß. In die Zügel schäumend nnd Feuer im Blick jagte es wie ein Tiger der von Sinarez
ausersehenen Kuh nach. Nur noch wenige Augenblicke, so war er ihr zur Seite, da plötzlich stürzte sein Pferd über einen im Grase
verborgenen schmalen Graben und schleuderte im mächtigen Fall den Sinarez weithin ins Gras- Rasch sprang er wieder auf, denn
er war ohne alle Verletzung davongekommen; aber inzwischen war auch sein Pferd wieder aufgesprungen nnd lief jetzt mit der fliehenden Heerde davon. Er rief eö den Andern zu, die an zwei verschiedenen Punkten im Kampfe waren, und diese jagten nun dem bereits mitten unter den Büffeln fortrasenden Pferde nach, aber sie vermochten nicht, es einzuholen, ritten zu dem verlassenen Sinarez zurück und in kurzer Zeit sah man von Büffelheerde nnd Pferd keine Spur mehr.
Dieser Unfall veranlaßte den Sinarez, ein paar Tage nachher die Jagd zu veranstalten, welche hier abgebildet ist. Die
Büffelheerde kehrte voraussichtlich, denn das ist ihre Gewohnheit, von den Anhöhen wieder in die Prairie zurück und dann auch das
entlaufene Pferd mit ihnen. So hoffte Sinarez des Pferdes wieder habhaft zu werden. Die Aufgabe der nächsten Jagd war also

