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born, deren Halle groß genug war, daß er wenigstens sitzend nicht mit dem Kopfe oben anstieß. Einer dieser Nachbarn, der Herr von Althagen, hatte eine Tochter, ungemein schlank und fein gebaut, wie kein Mädchen in der ganzen Gegend. Anna Susanna besaß aber im Gegensatz zu ihrem zarten Körper einen überaus kräftigen Geist und vollbrachte mit ihrer ausdauernden Thätigkeit mehr, als irgend eine ihrer stärkeren Gefährtinnen. Sie mochte den Riesen Ododro gern, und dieser bemerkte mit Wohlgefallen, wie schnell und aufmerksam daö leichte Püppchen für seine Bequemlichkeit und Dewirthung sorgte, sobald er kam. Er that ihr auch Alles zu Gefallen, was er konnte, und wenn er auch sonst nicht wie Sankt ChristoforuS bereit war, die Leute durch den Strom zu tragen, so hatte er doch für Anna Susanna schon mehrmals diese Gefälligkeit gehabt, wenn sie jenseit der Oder einen Besuch abzustatten hatte und kein Kahn bereit war. Als nun Ododro mit Bubu kämpfte, stand Anna Susanna den ganzen Tag drüben auf Neuenhagen sorgenvoll am Ufer, strengte ihre Aeuglein vergeblich an, den Erfolg der Riesenschläge zu beobachten, die biö zu ihr herüber dröhnten, und lauschte dem Brüllen beider Kämpfer. Je mehr die Sonne sich senkte, je heiserer ward Ododro'S Stimme; man hörte sie immer undeutlicher. Länger hielt es Anna Susanna nicht auö, sie wußte, es kam daher, weil seine Kehle immer trockner wurde, ach und dann schwand seine Kraft, wie eine Pflanze ihre Blätter »ret in, Walde. 2

