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fanden sie einen alten, weißhaarigen, augenscheinlich sehr a» wen Mann auf der Erde sitzen, der bei ihrer Annäherung nicht davon lief, vielleicht, weil er nicht aufstehen konnte, denn er war lahm. Bruno setzte sich zu ihm und ließ sich von der Burg und ihren Bewohnern erzählen. Anfangs schien der alte Mann in Furcht zu sein und nicht reden zu wollen, je länger er aber Bruno ansah, je freundlicher ward er. Er war einer von den fortgejagten alten Dienern, der nirgends fein Brot finden konnte, sich krank und schwach in sein heimathliches Dorf zurückgebettelt hatte, und nun mit Freuden in dem Gesicht des jungen Ritters die Züge sei­nes verstorbenen Herrn wieder erkannte. Da hörte nun der arme Bruno, daß sein Vater schon lange todt und seine Schwester recht böse geworden sei, daß eine Katze die ganze Herrschaft in Händen habe, und daß Blanche sich jetzt Gräsin Bovist nenne. Er erfuhr weiter, daß es oben auf der Burg sehr lustig zugehe, daß aber die Herrschaft und ihre Gäste von den Unterthanen sehr gefürchtet würden. Der Gräfin und ihrer Ercellcnz sei kein Wort zu glauben, und die Leute wären am meisten in Angst, wenn sie recht freundlich thäten, weil sie dann gewöhnlich einen bösen Streich im Schilde führten. Mit den Gästen ginge ihnen nicht besser; entweder wären Lente, die von der schönen Gräfin Lügenbeutel angeführt würden und die Burg wü­thend verließen, oder solche, die mit ibr und ihrem Kobolde im Bunde ständen.

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