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geben. Da vergaß Bruno Frau Lilienö Warnung, und machte sich gleich bereit. Bald saßen alle Gäste zu Pferde, einige Diener folgten, und der dicke Peter Rietsch war un­ter ihnen. Excellenz Misia und die Gräfin ritten voran; Erstere flüsterte ihrer Nachbarin zu, sie wolle sie heut früh zu dem See im Walde führen, den sie längst zu sehen ge­wünscht hätte, und die Gräfin war ganz entzückt'über die­sen Auöflug. An der Dvrfecke lag der arme alte Lahme und hob bittend die Hände zur Gräfin empor. Diese warf ihm ein Beutelchcn zu und erstickte fast vor Lachen, als es aufging und den Bettler mit Staub überschüttete. Cham­pion erröthete vor Unwillen, blieb zurück und reichte, sich vom Pferde niederbeugend, dem alten Manne sein letztes Goldstück, der ibm nun laute Segenswünsche nachrief. Bruno hatte kaum die Damen wieder eingeholt, alö Blanche einen neuen Beweis lieferte, daß man ihr nicht zu viel nach- sagte. Ein sehr reinlich gekleidetes Bauermädchen kam ih­nen entgegen und wollte grüßend an der Gräfin vorüber- fchreiten, als diese mit allen Zeichen der Absichtlichkeit ibr Pferd dergestalt in eine Regenvfütze treten ließ, daß daS arme Kind vom Kovf bis zum Fuß bespritzt wurde und, erschrocken über ihre beschmutzten Sonntagskleider, in Thrä­nen ausbrach, was die Gräfin vor Lachen kaum merkte. Düstern Blicks sprang der Ritter vom Pferde, tröstete daS Mädchen, und als er sich zu seiner großen Verlegenheit erinnerte, kein Geld mehr bei sich zu haben, nahm er seine