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sie ein Weilchen stehen, da graute der Morgen, und sie hörte ihren alten Bekannten, den Hauöhahn, in seinem Stalle krähen. Nun lief sie den Gang hinunter der Thür zu, aber recht vorsichtig, um die Blumenzwiebeln nicht zu verlieren. Die Thür war zum Gluck nur angelehnt, sie trat in das Blumengärtchen, weiter konnte sie nicht, die Hofthür war verschlossen. Sie war recht müde und fror bitterlich. Sehnsüchtig blickte sie nach dem Häuschen; da fiel ihr ein, daß ihrer Eltern Schlafkammcr ein Fenster nach dem Garten habe.Mutter, liebe Mutter," rief sie, mach mir auf!"

?lm vorigen Mittage, als das Essen fertig war, rief die Mutter vergeblich nach Lehnchcn. Sie suchte sie überall, Lehnchen blieb fort. Der Vater ging zu den Nachbarn, ob sie nicht Lehnchen gesehen hätten?Sie ist in den gro­ßen Garten gegangen," erzählten zwei Kinder. Der Vater durchsuchte den ganzen großen Garten nach Lehnchen, fand sie aber nicht. Beide Eltern aßen keinen Bissen, sie dach­ten nur immer nach, wo Lehnchen hingerathen sein könne. Nachmittags suchten sie immerfort nach ihrem Kinde, alle Nachbarn halfen suchen, doch entdeckten sie keine Spur von ihr. Die Nacht war sehr dunkel, sie mußten für heut ihre Bemühungen aufgeben und legten sich erschövft ins Bett, ohne jedoch die Augen zu schließen. Bei dem leisesten Ge­räusch fuhren sie auf und horchten, ob es Lehnchen fei. Das war ihre Stimme," rief gegen Morgen Mutter