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den Armen der Kindsfrau Amaliens, einer Person, welche lange in der Familie Herrn Falconers gelebt hatte, und welche, obgleich sie nicht die Vertraute Sophiens war, dennoch alle ihre geheimen Schmerzen theilte. Sie schien wie aus einem schmerzlichen Traume zu erwachen, und es dauerte einige Zeit, bis sie sich erinnern konnte, was vorgegangen war; als sie wieder ganz deutlich sich vorstellte, was sie gesehen hatte, sagte sie zu der Kindsfrau mit einer Stimme, in welcher die tiefste Betrübniß sich aussprach: „Ist alle Hoffnung für immer vorüber?"
„O nein, Madame," erwiderte die Frau, „der Wundarzt gibt große Hoffnungen; aber der Herr ist noch immer ohne Besinnung."
Sophiens Einbildungskraft hatte ihr ihren Mann schon als todt vorgemalt: die Worte der Kindsfrau waren daher für sie eine wahre Auferweckung ihres Mannes von den Todten. Von feurigem Dankgefühle gegen Gott durchdrungen, fiel sie auf ihre Kniee nieder und dankte dem himmlischen Vater, der sie nicht verlassen hatte; sodann, durch eine Fluth von Thränen erleichtert, erhob sie sich und bat die Kindsfrau, sie zu ihrem Manne zu führen.
Dieser war, um es kurz zu sagen, vom Pferde geworfen worden und hatte einen heftigen Stoß an den Kopf erhalten. Er war eine Zeit lang ohne Bewußtseyn, und man konnte nicht wissen, welche fernere Folgen der Fall haben konnte. Ein heftiges Fieber folgte und er phantasirte. Endlich gelangte er nach und nach wieder zur Besinnuug, aber von Genesung war keine Rede mehr. Der Schaden, den erzu einer Zeit genommen hatte, da gerade seine Gesundheit durch

