stihrte ihre häusliche Ruhe. Sie kamen einander mir Liebe und Achtung entgegen. Die Erinne- rung früherer Jahre gewährte ihnen manchen fro­hen Augenblick. Aber je herzlicher und inniger ihr gegenseitiges Wohlwollen war, desto schmerz­hafter war auch die Theilnahme, die sie fühl­ten, wenn dem einen oder andern ein Leid zustieß.

Der Amtmann Börncr konnte seinen Kum­mer durchaus nicht verbergen, wenn er sich über­zeugen mußte, daß sich sein kleines Vermögen fast mit jedem Jahre verringerte. Er mußte die Schule aller widrigen Ereigniffe, die in der Wirthschaft vorfallen können, durchwandern, und sah endlich ein, daß keine Vorsicht und Klugheit hinreicht, sich gegen unvermeidliche Uebel zu schütze». Er war der Gegenstand des Bedauerns aller Redlichen, und jeder, der seinen Fleiß, seine Wirthschaftskenntnisse kannte, versagte ihm sein Mitleid nicht.

Seine Gattin, die keinen innigern Wunsch hatte, als den, ihn glücklich zu sehn, die es wohl wußte, daß seine Seele mehr litt, als er