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kenden Noth an Sie ju wenden und Hülfe bei Ihnen zu sacken. Da« Unglück hat uns heimgesucht, thun Sie Ihre Hand auf, geben Sie, Gott wird Sie dafür seegnen. Luch Weniges ist hinreichend, mich zur kindlichsten Dankbarkeit gegen Sie zu verpflichten. Mein Mann ist ei» edler, guter Mensch, ick kann ihn nicht länger leiden sehn, nehmen Sie sick unserer an. Die Schuld liegt nicht an uns, daß wir mit jedem Lage ärmer werden, es ist Fügung des Himmels, der wir un« mit stiller Geduld unterwerfen. Rechnen Sie auf eine Erkenntlichkeit, die in unsern Herzen nie erlöschen wird er»
Nach acht Tagen erhielt sie die Antwort: nun, da du in der Noth bist, fällt e« dir ein, daß du einen Onkel hast, vorher hast du wol nicht an ihn gedacht. Hat mick dein Vater nicht um Rath gefragt, als er dich mit dem Bettel- amtmann verheirathete; so hat er'» nun auf seinem Gewiffen, wenn es dir schlecht aeht. 2ch hätte dir eine reichere Partbie verschaffen können. Das Geld ist in der Welt doch die Hauptsache» Du hast ja einen Mann, der dich ernähren muß, und wenn er das nicht kann, so ist'« recht schlecht,

