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sie sich des Abends nach der Arbeit bei mir ein und machte mir das Beete. Gott wird ihr bat vergelten, waS sie an mir gethan hat. Ohne ihren Beistand wäre ich vielleicht nicht mehr. Sie hat mich also deiner Liebe erhalten, und ihr verdankst du ferner noch die Gelegenheit, dich in den schönsten Tugenden zu üben. Nur thut eS mir weh, daß ich für dich nichts leisten, daß ich dir immer nur mit Worten danken kann. Indeß glaube ich's fest, meine gute Louise, daß da, wo die erkenntliche Liebe für daS empfangene Gute nichts erwiedern kann, der Stegen Gottes anhebt, und der wird dir dorr oben sicher werden.
Louise verweilte noch eine Stunde bei dem Greise, in der sie sich mächtig getröstet fühlte. Er theilte ihr einige schmerzhafte Erfahrungen seines Lebens mit, aus denen die heilsame Lehre hervorging: daß just die Unfälle, die uns unverschuldet treffen, die unser Glück, unsere Freude auf immer zu zerstihren scheinen, die uns Thränen und Seufzer auspressen, den wohlthätigsten Einfluß auf unser Lebenswohl haben. So mancher wäre ja nie der edle, zufriedene

