daß sie kommen gesehn hatten, vor die Laube und kündigte die Ankunft zweier Fremden an. Bleib du hier» liebe Louise, so bat sie die Mutter, du bist zu sehr gerührt. Mir gebeut die Pflicht der Artigkeit, die Gäste zu empfan­gen und, so viel sich'S thun laßt, meinen Schmerz zn besiegen. Liebe Mutter, ich kann nicht hier bleiben, ich muß sort. Und wo­hin willst du? Ach! Mutter, ich muß zn meinem guten Alten. Auch mich hinderte die tiefe Traurigkeit an der Erfüllung einer sehr hei­ligen Pflicht, die mir mit jedem Tage, je lan­ger ich sie übte, desto theurer wurde. Ich hatte den hülflosen Mann ganz vergessen, fand ihn vorhin im Bette liegend. Brot und Wasser war seine Kost. Denke dir, die arme Blocken reichte es ihm, sonst wäre er vielleicht umgekommen. Eile, eile zu ihm, beste Louise, die thätigen Erweise der Menschenliebe sind für jeder edle Herz ein Balsam, der seine Wunden heilt. Doch bleibe wenigstens so lange hier, bis ich dir durch Friedoriken für den Greis ei» Frühstück zugeschickt habe, du müßtest dich sonst vielleicht zu lange im Hause aufhalten. Es ist wahre Pein, die ' Vernichtung einer guten That, durch Umstände