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kam Me kleine Friederike, tiefe, als sie die Mutier gebeten hatte, ihr dies Kind zu über­lassen, nahm eS z» sich, kleidete es und gab ihm eine, seinem Stande angemessene Erziehung. Fricderike hatte eine kindliche Liebe zu ihrer Pflegemutter und erfüllte die Hoffnungen und Erwartungen, die sie von ihrer Liebe und Dankbarkeit gefaßt hatte. In ihrer Jugend war sie Louifens Freundin und Gespielin, und erst in spätern Jahren, wo sie für die Reinlichkeit des Hauses zu sorgen hatte, trat sie auf bie Stufe der Achtung zurück, die der Tochter des HauseS gebührte. Aber Louise liebte sie fortgesetzt, wie eine Jugendfreundin, und ließ sie nie die Ab­hängigkeit fühlen, in der sie von ihren Aelterrr lebte. Friederike kam Louisen mit der bescheide­nen Innigkeit eines gutmüthigen Herzens ent­gegen.

Jetzt überzeugte sich die Amtmann Dörner vollkommen, wie peinlich und kummervoll die Lage ihres Gatten einst war, und konnte es wohl begreifen, warum er to oft das Zimmer besuchte, in dem die Tvdtenkranze hingen. Bei aller Liede, die er für sie und Louisen empfand.