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Jüngling durchaus nicht anders, als du nennen» und mußte ihn «och so zutraulich und herzlich behandeln, als ob er noch sein Schüler wäre» Er-konntc die Achtung, die er für eine so edle Mutter und ihre fürtreffliche Tochter empfand, nicht verbergen. Altes, was der Prediger von den Beiden sagte, bestärkte sein Wohlwollen gegen sie noch mehr. Er fühlte eine geheime Freude über die Tüte seine« Vaters, daß er den Nutzen eines Stück Landes der guten Frau überließ, und wäre e« auf ihn angekommen, er hätte den Ertrag desselben verdoppelt.
Ach! sagte Louise mehrmals unterwegs, wie wird sich Reinhold, so hieß der alte, blinde Mann, freuen, wenn er mich wieder sieht? So glücklich ich unter den edlen Menschen auch war, eS traten doch Stunden und Augenblicke ein, wo ich mich nach ihm hinfehnte. Sein Umgang ist mir Bedürfniß geworden, und ich weiß wahrhaftig nicht, was mir seinen Verlust ersetzen wird, wenn er einmal stirbt. Wer ihn kennt, wie ich ihn kenne, der muß ihn liebgewinnen und wird mit ihm gern sein Letztes theilen. An seiner Pflege wird es Fricderike nicht haben man-

