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len, dir mit einet großen Mattigkeit, abwech­selndem Frost und Hitze anfing. Der Kranke klagte über schmerzhaftes Kopfweh, unerträg- lichen Durst, Reisten in allen Gliedern und be­sonders über heftiges Drücken im Kreuze. Ge­gen das Ende des neunten, zehnten TagS fand sich eine gänzliche Bewußtseynlosigkeit ein, und der Kranke wurde im Bette sehr unruhig, warf sich hin und her, mußte festgehalten werden und redete irre. Die Krankheit richtete beson­ders unter denen, die in den Jahren von drei­ßig bis fünfzig lebten, schreckliche Verwüstungen an. In eilf Tagen waren in der Gemeinde, die aus etwa dreihundert Seelen bestand, sechszehn Personen gestorben. Berwaistte Kinder folgten lautweinend ihren Aeltern nach, die zu Grabe getragen wurden, jammernde Gatten beseuszten den Verlust der theuren Hälfte ihrer Liebe. Das ganze Dorf glich einem Trauerhause. Des Sonntags in der Kirche erschienen die meisten Leute schwarzgekleidet, und der Prediger betete von der Kanzel inbrünstig zu Gott, daß er die Sterbenoth abwenden möchte. Kranke fürchteten den Tod und Gesunde die Krankheit. Es herrsch­te ein allgemeines Jammern und Wehklagen.