Mutter nicht befolgte. Ihr Gatte unterstützte sie, so viel er konnte. Seine Briefe waren voll von Klagen, daß er von ihr getrennt leben muffe. Sie konnte seine Briefe nie ohne Thrä­nen lesen.

Louise hatte Emilicn das Versprechen gcge, ben, ihr älrst.s Kind, bei dem sie die Stelle eines Taufzeuzen vertrat, zu sich zu nehmen, wenn es das vierte Jahr erreicht haben würde. Für die Bekleidung der beide» Kinder sorgte sie jetzt schon. Junge Leserinnen, überdenkt die Geschichte von Robert und Emilien, les't sie lie­ber noch einmal, sie enthalt für euch eine sehr' wichtige Lehre und Warnung ....

Es giebt hienieden keine ungetrübte Freude, in unserm Leben treten kürzere oder längere Pe­rioden ein, wo uns daS Leiden auf die Probe stellt. Diese Erfahrungslehre mußte auch die Amtmann Dörner und Louise abermals be­stätigen.

Nach Weihnachten wurden im Dorfe mehrere Leute von einer epidemischen Krankheit überfal-