XII.

Zwblfte Fa bel.

Der Rabe und der Fuchs.

C. Rabe hatte sich auf cinen Baum gesctzt, unt cinen Kâs zu verzehrcn, den er iin Schnabel hielt. Ein Fuchs erblickte ihn, und bckam Lust, ihm dieftn Raub zu entführcn. Um scinen Zweck zu crreichcn, sing er an, seine schonen Fcdern zu loben. Als ermerk- te, dasi diescs Lob geficl, sagtc cr fcrner: Es isi cwig Schade, dasi dcin Gesang nicht mit deincn übrigcik scltncn Eigenschasten übcrcin stimmt.

Der Rabe wollte den Fuchs überzeugen, dasi sein Gesang eben gar unangenchm nicht scy, cr sing an zu singen, und licsi darübcr den Kâs fallen.

Das war, was der Fuchs wollte. Er bemâchtigte sich des Kâscs, und frasi ihn vor des Raben Augen, der beschâmt war, dasi cr sich von den falschcn Lob- sprüchen des Fuchses verführen liesi.

Moral.

Lobsprüche aus dem Monde falscher Freunde find die gefâhrlichsien Fallstricke.