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XIV.

Vierzehnte g a bel

Der Esel und der Hund.

{^ift Hund liebkosete seinen Herrn. Di«ser that dem Hunde dafür gütlich, und liebkosete ihn wicder. Ein Esel, der im Hanse übel gehaltcn und geschlagrn wur- de, ward eifersüchtig hierüber. Er glaubte, dap blos die Liebkosungcn anden guten Tagendes Hundes Schuld wclren: um also sein Elend zu crlcichtern, nahm er sich vor, seinen Herrn ebcn so liebzukosn, in der Hoffnung, dann auch so wic der Hund, mit gulen Spcisen gesüt- tert zu werden.

Einige Tage daranf fand er seinen Herrn im Gros- vatersiuhl schlafend; er fing nun seine Liebkosungcn an, legte ihm die beidcn Vorderfütze auf die Achsel, lirch seine EsclSstimme erschallen, und glaubte so seinem Herrn durch diese wohlklingende Tbiic ein Vcrgnügen zu ma- chcn. Allcin der durch dies Geschrcp aufgcwachte Hcrr, ries seine Knechte, die den Esel sur seine ocrmcinten Hoflichkeiten und Liebkosungcn derb abprügcltcn.

Moral.

übel angebrachte Hbflichkeiten fi»den selten eine gute Ausnahme.

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