Die Ameise und die Fliege.
^Lines Lags gerieth die Ameise mit der Fliege in Streit, die sich rühmte, dasi sie w!c die Vègcl fliege, in flufllichen Pallâsicn wohne, und ohne afle Mühe immer cine gute Lafel halte. Sie mars der Ameise ihre nicdrigc Geburl vor, und dasi sie bcstândig ans der Er- de hcrum kricche, und durch Fleisi und Arbcit ihren Lebensunterhalt suche: dasi sie genothigt scy, einige Kôrncr zu zernagen, und in Hohlen zu wohnen.
Auf dicse Vorwürfc antwortete die Ameise: sie mare mit ihrcm Schicksale jufrieden, und eine sichere, ei- gcne Wohnung geficl ihr besser, als ein irrendeS, hcr- umschweifendcs Lcben: Brunncnwasscr und Getreid- korncr schienen ihr von auserlescnen Gcschmack, weil sic Früchtc ihrer Arbcit wâren; da hingegen sich dieFlie- gc einem Jcdcn beschwerlich und verâchtlich mâche.
Moral.
Ein arbeitsamcs Lcben isi dem Müssiggangc vor. zuziehen.
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XXVIII
Acht und zwanzigfle Fabel.

