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ihnen in Fahrend ach (so hieß das Gut) wohnen zu bleiben. Gern erfüllte er diesen kindlichen Wunsch, und verhieß ihnen dagegen reichen Ersatz für die entbehrten Genüsse des Stadtlebens, sobald Theodor, der älteste Sohn, nach zurückgelegtem 14ten Jahre con- sirmirt sein würde. Worin dieser Ersatz bestehen sollte, blieb ihnen lange ein Geheimniß, bis die kleine, schlaue Marie, deren höchstes Streben und Verlangen in die weite Welt, in fremde Länder und Städte ging, sich aus einzelnen Reden des Vaters, aus seinen Verheißungen, daß sie dieß und jenes, was sie aus Büchern kennen gelernt, bald in der Wirklichkeit schauen würden, die Wahrheit zusammengesetzt hatte. Und als nun Theodor endlich das 15te Jahr angetreten, sich mit ernstem, gesammeltem Gemüth auf den Eintritt in die Zahl der erwachsenen Christen vorbereitet hatte, trat der Vater am Weihnachtsabend mit der schönsten Gabe, mit dem Versprechen hervor, seine geliebten Kinder mir Anbruch des Frühlings auf Reisen zu führen, ihnen alles zu zeigen, was der Rhein an Naturschönhciten, was die herrlichen Städte an diesem reichsten der deutschen Ströme an Kunstschätzen und Merkwürdigkeiten besitze. Unbeschreiblich war der Jubel der Kinder, ihr Dank für die eröffnete Aussicht. Und als der Freiherr nun gar versicherte, hierbei nicht stehen bleiben zn wollen, sondern sie auch in fremde Reiche, nach Holland, Belgien, England, Frankreich und immer weiter zu geleiten, falls er sehe daß sie mit Nutzen reisten, dem Wichtigsten ihre ungetheilte Aufmerksamkeit widmeten, und den noch täglich fortzusetzenden Lehrstun- dcn, trotz des zerstreuten, wandernden Lebens mit Freude und Bereitwilligkeit beiwohnten: da kannte ihr Entzücken keine Grenzen. Vor Frer!^ weinend sielen sie dem Vater um den Hals, und gelobten einwüthig allen seinen Erwartungen zu entsprechen, gute, folgsame und fleißige Kinder zu sein, und sich auf jegliche Weise so schönen Lohnes würdig zu betragen.

