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Höhe die Aussicht wo möglich noch reicher und weiter ist. Mit Schaudern blickten die Kinder in den düstern Schlund hinab, den die kolossalen Berge zu beiden Seiten bilden. Wie das Nest eines Raubvogels erschien ihnen die Ruine Ehrenfels am zerbröckelten Gestein hangend, und sie konnten nicht begreifen, wie sie so lange der Zeit und den anschwellenden Wogen getrotzt. Einen herrlichern Tag hätte man zu diesem Ausflug nicht wählen können; rein und klar . ging die Sonne unter und warf einen magischen Schein über die hohen, steilen Felswände. — Nachdem sich die Gesellschaft so lange auf der Rössel verweilt, als die Zeit gestattet, wurde der Rückweg nach Asmannshauscn angetreten. Bergunter hat das Reiten aus dem Esel seine großen Schwierigkeiten, und wer nicht allzumüde ist, thut besser, der Kraft der eigenen Füße zu vertrauen. Die Jugend aber, die nicht wußte, ob ihr ein so seltnes Vergnügen im Lauf der Reise noch ein Mal geboten würde, behauptete standhaft den Rücken des Esels, und gelangte so etwas zerflossen nach Asmannshausen. Hier trennten sich die neuen Bekannten, nachdem erst der berühmte Asmannshäuscr, einer der besten rothen Rheinweine, versucht worden war, der jedoch den Kindern etwas herbe erschien und nur von den kunstverständigen Männern gepriesen wurde. Herr von G. kehrte mit seiner Familie und der übrigen Gesellschaft auf dem Landweg nach Rüdeshcim zurück, um den folgenden Morgen mit dem Dampfschiff nach Eoblenz und Bonn zu gehen. Der Freiherr miethete einen Nachen, um nach Bingen, seinem Standquartier, zu fahren. An dem verrufenen Bingerloch, einem reißenden Strudel, vorüber ging die Fahrt, und da der Wasscrstand nicht hoch war, konnte man deutlich die Felsenspitzen hervorragen sehen, die früher Veranlassung gegeben, jene Stelle für gefährlich zu erklären. Dann trat der mährchenhafte Mäusethurm hervor, bei welchem schon der starke, das Bingerloch schauerlich machende Wirbel beginnt. Ruhig steht er

