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Wette auf den grünen Rasen tanzend. Trotz der noch ziemlich hochstehenden Sonne und beträchtlichen Warme schwenkte sich Alles wie von der Tarantel gestochen, und selbst der ehrbare Herr Möller, der sich sonst als Tänzer nicht hervorzuthun pflegte, drehte sich eben noch mit Mariechen im gewöhnlichen Ländler herum, als der Freiherr und die übrige Gesellschaft anlangte. Jetzt war der Tanz zu Ende, und ein gellender Tusch begrüßte die neuen Ankömmlinge. Der schmucke Bräutigam führte sein allerliebstes, schön geputztes Braut- chcn den ältern Damen und Herrn zu, und lud sie mit vielen Kratzfüßen ein, es sich bei ihnen gefallen zu lassen und ein Glas Wein mit ihnen zu trinken. Die Einladung wurde mit vielem Vergnügen angenommen; es entstand nun eine kleine Pause im Tanzen, man lagerte sich ins Gras und knüpfte Gespräche mit den treuherzigen Landlcutcn an. Das heutige Fest war ein dreifaches; es verband nicht allein das treue Paar, dessen Liebe sich von der Schule datirte, das seit 6 Jahren versprochen, durch manche Unglücksfälle und Hindernisse abgehalten worden war, früher in den ersehnten Ehestand einzutreten; sondern feierte auch die silberne Hochzeit der Eltern der Braut, und den Geburtstag des Vaters deS Bräutigams. Deshalb auch die ungewöhnliche, romantische Begehung desselben! Es sollte nicht wie hundert andere Hochzeiten mit einem Tanz in der Dorfschenke enden, man wollte den schönen Tag im Freien genießen, und gern erboten sich die jungen Bursche einige Weinfäßcr den Berg hinaus zu schaffen und den nöthigen Mundvor- rath in Körben zu tragen.
Geschäftig ordneten nun die beiden Mütter das ländliche Abendessen, während die Jugend von Neuem tüchtig zu tanzen anfing. Carl und Marie gehörten zu den Unermüdlichen; sie folgten jeder Aufforderung, die ihnen von den gutmüthigen Landlcutcn gemacht wurde, und stimmten fröhlich in ihr lautes Jauchzen ein. Theodor
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