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ging bedächtiger zu Werke, tanzte wie sein Lehrer nur die langsamen Walzer und konnte nicht begreifen, wie man in der Hitze so toll und thöricht rasen könne. Endlich mahnten einige der altern Damen zum Aufbruch, fürchtend, durch ihre längere Gegenwart die Freude zu stören. Da trat aber der Vater der Braut mit einer wohlgesetzten Rede auf, und bat so dringend, den fröhlichen Abend durch ihre Gesellschaft zu verschönern, daß alle Theile sich gern noch langer halten ließen. Unterdessen hatten die ältern Männer bestmöglichst für die Bequemlichkeit der fremden, vornehmen Gaste gesorgt, die nun ihrerseits dem kräftigen Abendessen tapfer zusprachen und zur schuldigen Dankbarkeit alle bei dieser Gelegenheit erforderlichen Gesundheiten ausbrachten. Erst mit einbrechender Dämmerung trennte sich die Gesellschaft, gegenseitig sehr zufrieden mit einander, und unsere kleinen Reisenden erinnerten den Papa triumphirend an seine Erwiederung, als sie in Heidelberg auf dem berühmten Faß zu tanzen begehrt hatten: „daß sich für ihre Tanzlust wohl schwerlich eine passende Gelegenheit bieten würde, bis sie nach Fahrenbach zurückgekehrt."
Nach einem, im Kreise der neuen Bekannten sehr vergnügt zugebrachten Abend, fuhren unsere Reisenden am folgenden Morgen ziemlich früh von Godcsberg fort, um den Tag in Bonn nicht zu verlieren. Bei dem sogenannten Hochkreuz, einem an der Straße stehenden gothischen Monument, wurde einen Augenblick angehalten. Laut der Cölnschen Chronik soll es im Jahre 1333 vom Erzbischof Walram von Jülich, aus Steinen vom Drachenfelscr Bruch, zur Erinnerung an die Vollendung des Chors der Cathedralkirche, erbaut worden sein. Nach einer andern Sage verdankt es seinen Ursprung dem Baron von Hochkirchen, der einen Ritter im Duell erschlagen und nachher verurtheilt worden, ein Kreuz zur Sühne zu erbauen.

