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Jetzt lag das freundliche Bonn, eine der ältesten Rheinstädte vor ihnen. Ursprünglich war sie Hauptstadt der Ubier, dem Gott Merkur geweiht und hieß AraUbiorum. Nachher ward sie Verona getauft, dann Bvnna oder boimviisia eastra. -Der schon oft er­wähnte Drusus Gcrmanicus ließ am Rhein 50 Castelle erbauen, von denen eins bei Bonn auch eine Brücke über den Rhein hatte. Der heilige Maternus, der die Lehre der christlichen Religion von den Aposteln selbst empfing, bekehrte die meisten Einwohner und zer­störte ihre Altare und Götzenbilder. Julianus erweiterte später die Stadt und ließ sie befestigen. Zwei Mal wurde sie von den Nor­mannen zerstört und unter Carl dem Dicken, mit Feuer und Schwerdt verwüstet. Als aber Helene, die Mutter Kaiser Constantins, das Münster erbauen ließ, entstanden wieder neue Reihen Häuser um die Kirche, die Conrad von Hochstetten 1240 mit einer Mauer um­gab. Einige Jahre später trat die Stadt der Hanse *). bei. 1268 schlug der von Cüln vertriebene Churfürst Engelbert seine Residenz hier auf, welchem Beispiel die folgenden Churfürsten folgten, und die Stadt sehr verschönerten. Auch ward Kaiser Carl IV. vom Churfürsten Wallrain in Bonn gekrönt. Traurig und verhängniß- voll für die Stadt wurde das Jahr 1683 durch die, schon in Go- desberg erwähnte, Heirath des Erzbischofs Gebhardt, und den dar­aus entstehenden 5jahrigen schrecklichen Krieg, der Bonn in einen Aschenhaufcn verwandelte. Doch auch jetzt erstand sie bald wieder, und ergab sich 1673 den vereinigten Mächten von Holland, Spa­nien und Oesterreich. 1689 ward sie von den Truppen Herzogs Friedrich III. von Brandenburg, nachherigen Königs von Preußen

*) Hanse, altes Wort, so viel bedeutend als Bund. Im Mitletaiter entstanden, zur Sicherung größerer Handelsunternehmungen. Damals be­griff die deutsche Hanse 84 Städte in sich, von der Mündung der Scheide bis Esthland. Jetzt besteht sie nur noch aus Lübeck, Bremen und Hamburg..