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dert vom Erzbischof Bruno zerstört, um das Vordringen der Franken zu hindern. 1376 ward Deutz von den Cölnern demolirt, spater aber wieder aufgebaut und bedeutend verbessert. Dann diente es den aus Cöln vertriebenen Juden zum Aufenthalt und zur Fortsetzung ihres Handels. 1633 ergab sich die Stadt den Schweden, welche ihre Festungswerke schleiften und die schöne St. Urban'skirche in die Lust sprengten, und 1673 ward sie von den Oesterreichern nochmals geschleift. Jetzt enthalt sie 4 große Artilleriewerkstätten, sehr schöne Caserncn und herrliche öffentliche Gärten, die an Sonn- und Festtagen fleißig von den Cölnern besucht werden.
Sehr früh am folgenden Morgen begab sich der Freiherr mit seiner unermüdlichen Gesellschaft, doch ohne Frau v. G., die eine schlaflose Nacht gehabt und Ruhe bedurfte, zuerst in die Apostelkirche am Neumarkt, welche sich auf dem großen, mit herrlichen Baum- garten umgebenen Platz äußerst romantisch ausnimmt. Nachdem schon mehreren einzelnen Aposteln eigene Kirchen gebaut worden waren, kam es dem Erzbischof Heribert im Jahr 1001 in den Sinn, allen Aposteln insgesammt eine zu errichten, und so entstand dieses schöne Gebäude. Von da gings in den St. Peter, als Pfarre eine der ältesten Kirchen Cölns, als Gebäude jedoch eine der neuesten, nämlich aus dem Anfang des 16tcn Jahrhunderts. Sie ist nicht groß, aber außerordentlich schön und zeichnet sich durch ein berühmtes Altarbild von Rubens aus, die Kreuzigung des Apostels Petrus, das jedoch wegen der gräßlichen Wahrheit in Zeichnung und Ausdruck den Kindern mehr Entsetzen einflößte als Genuß gewahrte. Selbst Herr von G>, ein großer Kenner und Kunstfreund, ertrug diesen Grausen erregenden Anblick nicht lange, und bedauerte das reiche Talent an einen solchen Gegenstand verschwendet zu sehen. Rubens soll, wie man sagt, am Petrustagc in dieser Kirche getauft worden sein. Man zeigt neben derselben das Haus, worin seine

