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Familie, nach ihrer Flucht von Antwerpen, zur Zeit als Hollands Freiheit unterging, gewohnt und Paul Peter Rubens, der nachherige berühmte Maler, das Licht der Welt erblickte. Es ist dasselbe, in welchem Marie von Medicis, Königin von Frankreich, Mutter des schwachen Ludwigs XIII. in Kummer und Dürftigkeit ihr Leben endete (1642), nachdem ihr grausamer Sohn sie, die ehemalige Negen- rin seines Reichs, aus demselben verbannt.
Die Kirche St. Gereon ist merkwürdig durch eine große Anzahl darin aufbewahrter Denkmäler und Alterthümer. Das Innere macht einen sehr erhebenden Eindruck; man glaubt drei Tempel über einander gebaut zu sehen, wahrscheinlich die drei, in verschiedenen Zeiten nach einander entstandenen Abtheilungen. Der heilige Gereon liegt hier mit seinen Kriegern begraben, und die Köpfe dieser Märtyrer sind in der Kirche aufgestellt. Die Legende erzählt: Als Kaiser Maximinian im Jahre 284 von allen im römischen Sold stehenden Truppen bei Lebensstrafe verlangte, dem Christenthum zu entsagen und den Götzen zu opfern, befanden sich die beiden Hauptleute Gereon aus Theben mit 318 Landslcuten, und Gcorgius, ein Maure, mir 360 Mann zu Cöln im römischen Sold. Auf ihre Weigerung jenem Befehl zu folgen, wurden sie mit ihren Leuten ermordet. Die schon öfterer in diesen Blättern erwähnte Kaiserin Helene ließ zu Anfang des 4ten Jahrhunderts die Gebeine der heiligen Märtyrer sammeln, und baute ihnen eine Kirche und ein Kloster für Mönche, die sie aus dem Orient berufen. Später wurde die Kirche ein Domherrnstift, bis die Franzosen es aufhoben.
St. Cunibert trägt nicht den Namen des Heiligen, zu dessen Ehren sie errichtet, sondern den des Erbauers, Cuniberts, Erzbischofs zu Cöln, der sie 623 aus milden Beiträgen der Rhcinschiffer erbaute und dem Schutzpatron der Schiffer, dem heiligen Clemens widmete. Der Altar ist nach dem in der Peterskirche zu Rom gebaut.

