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Man erzählt nicht bloß Beispiele von der Stärke und Ausdauer der Elephanten, sondern auch von seiner Treue, Gutmüthigkeit und Anhänglichkeit, vor Allen von seiner Vorliebe für kleine Kinder, die schon oft von diesen Thieren nicht allein beschützt und bewacht, sondern auch aus Gefahren errettet worden sind. Mit Liebe und Güte ist der Elephant leicht zu zähmen und zu dressiren, Strenge und Züchtigung hingegen machen ihn balsstarrig und manchmal auch wüthend. Seinem Herrn oder Wärter ist er gewöhnlich sehr zugethan, gewöhnt sich an seine Stimme, lauscht seinen Befehlen und wird durch Musik augenblicklich beruhigt, wenn er gereitzt gewesen. Er hat viel Ehrgeiz, ist empfänglich für Schmeicheleien, gute Worte vnb Leckerbissen, besonders geistige Getränke und süßes Obst, und kann durch das Versprechen solcher Dinge zu außerordentlichen Anstrengungen gebracht werden.
Nachdem die Kinder das wunderbare Thier von allen Seiten genau betrachtet hatten, kehrten sie wieder zu seinem Hauptwerkzeug, dem Rüssel zurück, der ihre höchste Bewunderung erregte. Bei einer Lange von 7 — 8 Fuß besteht er ganz aus Nerven, Muskeln und Häuten, und zeichnet sich durch eine höchst merkwürdige Biegsamkeit und Beweglichkeit aus. Er dient als Werkzeug des feinsten Gefühls, läßt sich verlängern und bis auf eine Elle einziehen, und verrichtet alle die vielen Kunststücke, wodurch der Elephant so berühmt geworden. Dabei ist dieser Rüssel seine einzige Waffe wenn er sich vertheidigen muß, indem er von seinen ungeheuren Zähnen fast nie Gebrauch macht.
Der Wärter ließ nun seinen Untergebenen einige der gewöhnlichen Kunststücke machen, und die Kinder staunten, wie geschickt, ja sogar graciös er die schwierigsten Aufgaben löste. Alle Furcht vor der ungestalteten, dicken, plumpen Fleischmasse, mit dem kurzen Hals, kleinen Augen, großen, lappigen, herabhangenden Ohren, dicken

