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ungefähr 30 Fuß Länge und 6 7 Fuß Breite. Zwei mit einem platten Dach bedeckte Zimmer nehmen den größten Theil ein; das größere ist für ärmere Reisende, das kleinere mit Doppelthüren und einander gegenüberstehenden gepolsterten Bänken für Vornehmere be­stimmt. Dieses saßt etwa 810 Personen, hat von beiden Sei­ten Glasfenster, einen Tisch, Spiegel, Wandleuchter und nebst andern kleinen Gcräthschaften das in Holland wohlbekannte, unentbehrliche Quispel-Dorjes oder porzellainenes Spuknapfchen, ohne welches kein Holländer wegen des beständigen Tabakrauchens bestehen kann. Am Ende dieses Raums (Roef genannt) liegt das Steuerruder; am an­dern Ende steht der Mast, über dessen Spitze ein langes Seil oben am Roef befestigt ist, welches bis aus Ufer reicht, und woran daS dem Canal entlang laufende Pferd gespannt wird. Dieses legt stündlich eine deutsche Meile zurück, und der darauf sitzende Postil­lion heißt Jäger. Mit holländischer Kälte und Ruhe steht der Ca- pitän am Steuerruder, neben ihn ein kleines Torfbecken, damit die Pfeife nicht ausgeht. Gegen Ende der Fahrt sammelt er die sehr billige Bezahlung in einem kleinen, ledernen Beutel ein. Selten hört man ihn unaufgefordert sprechen; doch antwortet er höflich, wenn er angeredet wird. Die Kinder waren entzückt über diese Fahrt, die ihnen so viel Neues und Merkwürdiges bot. Herr Möller mußte beständig Auskunft geben, und wenn seine eigene Weisheit nicht aus­reichte, Erkundigungen bei einigen andern Passagieren im größern Raum einziehen, während Bonifaz die anziehendsten Punkte der Landschaft im Vorüberfahren auf's Papier zu werfen suchte. Zum ersten Mal gewährt diese Fahrt viel Unterhaltung. Zierliche Land­häuser, wohl gehaltene Gärten lassen für den Augenblick das trübe, stinkende, langsam vorüberfließende Wasser, den Mangel an Berg und Thal vergessen; ermüdend und langweilig wird sie aber bei öf­terer Wiederholung. Je näher man Amsterdam kömmt (die ganze