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Herrn und seine Gesellschaft hin. Die Gemälde befinden sich im obern Stock eines großen, öffentlichen Gebäudes und ihre Zahl be- läuft sich über 400 Stück, worunter 371 von namhaften niederländischen Meistern, Hier konnte Bonifaz besser erklären als beim Schiffsbau. Er kannte Leben und Geschichte jedes berühmten Malers, zeigte seinen jungen Freunden das Eigenthümliche ihrer verschiedenen Methoden, und machte sie auf die einzelnen Schönheiten der hauptsächlichsten Bilder aufmerksam. Auf diese Weise verfehlte die Sammlung nicht einen tiefen Eindruck zu machen, und besonders bezeigte Theodor, obgleich er kein Talent zum Zeichnen verrieth, viel Sinn und einen richtigen Blick für das Schöne. Mariechen konnte nicht verhehlen, daß ihr neben den großen, berühmten Gemälden noch manche andere, von Kennern nicht sehr beachtete Stücken, besonders lustige Scenen aus dem Volksleben, Thierstücke, Stillleben u. s. w., an denen es die Holländer nie fehlen lassen, Freude machten; und oft hörte sie der Papa recht herzlich über eine Posse, oder über einen schiessitzendcn Hut lachen, wahrend die Andern sich an ernstem Gegenständen ergötzten.
Die öffentlichen Spaziergänge um Amsterdam sind im Vergleich mit der Stadt und dem Hafen unbedeutend. Sie beschränken sich auf den Park und die sogenannte Plantage, und bestehen aus einer Menge großer Alleen und Seitenalleen, rings umgeben mit einer Unzahl kleiner Landhäuschen und Lusthäuschen, worin man die ehrbaren Bürger der Stadt mit Kcgelschieben beschäftigt, deren Gemahlinnen und Töchter sich auf einer Schaukel wiegen, oder Thee trinken sieht. Das sehnliche Verlangen der Kinder in das Innere einer gewöhnlichen bürgerlichen Wirthschaft zu blicken, ward ihnen durch Zufall gewährt; doch fanden sie sich sehr getäuscht in der Erwartung des großen, von der Decke herabhangenden Stück Candiszucker, von dem ihnen immer erzählt worden war, daß die Familienglieder darum

