oot , Älkmar, Edam, Monnikcndam und Brook zu bringen. Der Freiherr miethete eins der großem Fuhrwerke und fuhr auf einen Damm (es gibt hier keine andern Straßen) auf der einen Seite einen großen Golf, auf der andern schone Wiesen, nach Buiksloot. Hier wurden zwei Cabriolets genommen, und auf ähnlichen Wegen nach Brook gefahren. Dieser weltberühmte, vielbesprochene Ort, der Hauptsitz nordholtändischer, oft verspotteter Sitten, hat weder Thore noch Mauern, weder Baum noch Strauch, so daß man eine Insel auf dem festen Lande zu sehen glaubt. Von da geht kein Fuhrwerk weiter ins Land- weil die Ebene ganz mit Canalen durchschnitten ist, und nur schmale, mit kleinen, auf die hohe Kante gestellten Backsteinen gepflasterte Fußwege hat. Nirgends wird die Reinlichkeit so arg übertrieben wie hier. Die Straßen sind mit kostbaren Laternen- saulcn von Quadersteinen besetzt, und so schmal, daß kein Wagen durchfahren kann; eben so wenig darf durch dieselben geritten werden. Das Pflaster besteht aus kleinen, röthlich braunen, glasirten in allerhand Mustern ausgelegten Ziegelsteinen, das sich wie ein großer, türkischer Teppich ausnimmt, Hier wird kein Schmutz geduldet, kein Vieh darf durch die Straßen gehen. Die Häuser sind nicht groß, aber zierlich und bunt, von Äussem so reinlich wie in Amsterdam von Innen. Ein Jedes hat zwei Thüren; eine im Hintergrund für den täglichen Ein- und AusgaNg, die andere an der Hauptseite, nur bei festlichen Gelegenheiten, Kindtaufen, Hochzeiten und Begräbnissen geöffnet. Ein Gärtchen umgibt das Haus nach der Straße zu, worin viel Sträuche und Blumen, Tempel, chinc-
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Saardam. Jeder gemeine Arbeiter wird aus viele tausend Dukaten geschätzt, und wer nur 50,000 Gulden besitzt, heißt bettelarm.
In Saardam stehen immer Reitpferde und Wagen bereit, die Reisenden nach den nordholländischen Städten und Flecken Buiks-
sische Häuschen u. s. w., fantastisch und abcntheuerlich zusammen«

