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gestellt. 2m ganzen Ort war Niemand zu erblicken, die Einwohner hatten sich alle in ihren Wohnungen, nur verstohlen hinter den Gar­dinen hervorlauschcnd; und cs gelang dem Frecherm weder durch Geld noch durch gute Worte Einlaß in einem Hause zu bekommen, so oft er auch deshalb anpochte. später erzählte ihm ein Kaufmann in Amsterdam, daß die Bewohner von Brook im Stande waren, ihren eigenen König vor der Thüre abzuweisen, wenigstens von ihm zu verlangen, daß er vor dem Eintritt seine Stieseln erst mit Pan­toffeln vertauschte. Das heilig verschlossene Innere der Häuser die­ser reichen Crösuffe enthält sehr schöne und kostbare, aber alte Meu- blcs, und ist mit parkettirten Fußböden, prächtigen Matten und Teppichen ausgelegt. Die beispiellose Reinlichkeit der^ Brookcr er­streckt sich auch auf die vor dem Dorf liegenden Biehställe, in welche unsere Reisenden so glücklich waren, Zulrilt zu erhalten. Sie fanden den Hauswirth in einem zierlichen, nach holländischer Gewohnheit ausgeputzten und mit den feinsten Matten belegten, von dem Kuh­stall nur durch eine Thür abgesonderten Cabinek, und wider alle Er­wartung sehr freundlich und bereit die Einrichtung seiner Wirthschaft zu zeigen. Er öffnete die Thür, und sie befanden sich im Kuhstall. der zumal in dieser Jahreszeit, wo die Kühe auf der Weide waren, eben so gut zum Vtsitenzimmcr hatte dienen können. Jede Kuh hat ihr eigenes, kleines Gemach in dem großen Saal, dessen mar­morner Fußboden mir den feinsten Matten bedeckt, die Wände mit Fliesen eingelegt waren. Nirgends ein Stäubchen zu entdecken. Die Geräthschaften, Schaufeln, Mistgabeln und dergl. von gemaltem Holz mit vergoldetem Schnitzwerk. Eimer und Milchgefäßc auswen­dig bunt und inwendig mit weißer Oclfarbe überstrichen. Bon hier traten sie in die Mplkenkaqimcr, wo ein allerliebstes, sehr reinlich gekleidetes Mädchen, die Hemdärmel aufgestreift, mit Buttermachen beschäftigt war. Nirgends ist die Reinlichkeit erfreulicher, als in die-