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noch bebende Kleine so viel Athem, den Grund ihres Entsetzens aus- zusprechen. In der Frau an der Casse hatte sie nämlich jenes son« derbar gekleidete Weib erkannt, das sie und Emilien in Cöln in das abgelegene Haus verlockt; in den Mann deren Gefährten, der die Kinder mit Gewalt hatte auf den Wagen heben wollen. Die erste Bestürzung über diese Entdeckung war so groß, daß sie keines Wor­tes mächtig gewesen; und als der Vater mit ihr umkehren wollen, hatte die Scheu sogleich wieder an dem schrecklichen Paar vorüber­zugehen, sie lieber vorwärts getrieben. Nun fühlte sie sich zwar für's Erste geborgen; die Freude war aber doch gestört, und Carl bemühte sich anfänglich vergebens, sie durch seine lustigen Anmerkun­gen aufzuheitern. Bei jedem neu auftretenden Kind füllten sich ihre Augen mit Thränen, und sie konnte sich des Gedankens nicht er­wehren, daß diese armen Schlachtopfcr alle gestohlen wären, und sie selbst, ohne des alten Soldaten Dazwischenkunst, jetzt gewiß nebst Emilien durch Hunger und Prügel auch so weit gebracht worden, alle die tausend gefährlichen Sprünge, Renkungen und andere Künste mitzumachen. Erst zum Schluß der Darstellung, als Herr und Madame, die jedem andern Auge als dem der ängstlich forschenden Marie in dem fantastischen Anzug unkenntlich erschienen wären, auf­traten, kehrte die alte Heiterkeit zurück; und^nnn konnte sie auch mit Carl einstimmen, über die unermüdlichen Späße und Witze des Bajazzo'S zu lachen. Als starker Mann leistete der Schwarze Un­glaubliches, und im künstlichen Tanz auf dem Seil übertraf seine Gattin alles, was die übrige Gesellschaft im Springen und Tanzen gethan. Einen Augenblick kam sie den Zuschauern ganz nahe, und Theodor glaubte zu bemerken, daß sie Marien erkannt und mit ihren schwarzen, feurigen Augen drohend angeblickt habe. Herr Möller suchte ihn jedoch hierüber zu beruhigen, und flüsterte ihm leise zu, seine Bemerkung ja nicht laut werden zu lassen.