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Feste aufbewahrt bleiben. Auch hier sieht man wenig Menschen auf der Straße, weil sie es vorziehen, ein behagliches Leben im Innern ihrer Wohnungen zu führen. Die Paläste des Königs und der bei­den Prinzen, das alte Schloß des Grafen von Holland, und drei schöne Baumgänge machen die hauptsächlichsten Zierden der Stadt aus. In frühern Zeilen wohnten die Grafen von Holland im be­nachbarten Dorf Gravefand, wo in den Dünen noch einige Ruinen aus Jener Periode sichtbar sind. Der eigentliche Haag diente ihnen damals nur als Jagdschloß, erst später als ordentlicher Wohnsitz, den sie nun durch Anbau erweiterten. Im alten Schloß hielten die Generalstaaten ihre Sitzungen. Im neuen, der sogenannten Königs- burg, befindet sich gegenwärtig die Gcmäldegallerie und das Kunst­museum des Königs. Ein anderer Palast enthält die königliche Bi­bliothek und das Cabinct der Medaillen und geschnittenen Steine. Der bescheidenste dieser Paläste ist der des Prinzen von Oranien. Das neue königliche Palais heischt unter den Werken der neuern holländischen Baukunst, nach dem Rathhaus zu Amsterdam, die erste Stelle. Eine hohe und weite Säulenhalle nimmt den untern Theil des Mittelgcbäudes ein, dessen Wände und Fußböden vom schönsten Marmor sind. Die Prunkzimmer sind sehr glänzend, die Wohnzimmer äußerst gewöhnlich. In demselben befindet sich, nebst andern vorzüglichen Gemälden, ein Orginalportrait der unglücklichen Maria Stuart, Königin von Schottland, wozu sie kurz vorher, ehe ihre grausame Schwester, Elisabeth von England, sie gefangen nahm, gesessen hat. Eine tiefe Melancholie, als ob sie ihr trauriges Schick­sal vorausgesehen, ist in den edlen Zügen ausgedrückt. Ihre Na­mensschwester Marie vergoß bei diesem Anblick bittere Thränen und begriff nicht, wie Elisabeth hatte so grausam sein können, dieses schöne Haupt unter Henkersbeil zu bringen.