*) Hugo GrotiuS, geboren 1583 zu Delst. Einer der größten Ge lehrten seiner Zeit, wurde wegen eines Processes zu lebenslänglicher Gefan­genschaft verdammt; entkam,'kehrte spater in sein Vaterland zurück, wurde daraus verbannt, erhielt in fremden Landen große Aufmi > terung und starb endlich 1645 auf den Weg nach Holland in Siostock, wohin ihn ein Gturm verschlagen.

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Gericht srischgefangcner Seefische schmeckte ihnen nach dieser Motion so vortrefflich, wie. vorher noch nie; dann sahen sie den Mond über dem Meer aufgehen, und kehrten hierauf sehr befriedigt nach Hause zurück.

In der Mitte des Wegs, zwischen dem Haag und Rotterdam liegt Delft, die todteste Stadt Hollands. Zwar fehlt es ihr auch nicht an reichen Leuten; aber diese bringen kein Leben in den Ort, halten sich eher noch stiller hinter ihren zugezogenen Gardinen, als anderwärts. In Delft liegen mehrere berühmte Holländer begraben, unter andern im Chor der neuen Kirche, Wilhelm von Oranien und Hugo Grotius *). Ersterer in Lebensgröße ausgestreckt auf dem Grabe. Diesem Monument gegenüber an der Wand das marmorne Denkmal von Hugo Grotius. In der alten Kirche liegen die Dee- helden, Maartin Tromp und Pietcr Hain, der Kopf des Erstern auf einer Kanone ruhend, welche Idee Theodoren sehr wohl gefiel. Aus der Kirche ließen sie sich auf das Rathhaus führen, wo mehrere alte merkwürdige Gemälde zu sehen sind. Delft soll von Delphinen gegründet worden sein, und daher seinen Namen erhalten haben.

16 Trcckschuyten gehen täglich vom Haag und von Delft nach Rotterdam, und so setzte auch Herr von Rheinstein seine Reise auf diesem beliebten Fahrzeug fort. Rotterdam, am Einfluß der Rotte in die Maas, ist eine der schönsten Städte Hollands, und hinsicht­lich der Volksmenge, 59,000 Einwohner die dritte. Sie lehnt von der Südostseite an der Maas, was vom Wasser aus einen pracht-