wegte Leben in Aachen, die große Gewerbsehätigkeit (Aachen hat 83 Fabriken, unter denen 36 Tuchfabriken und 14 Nadelfabriken) ein solches Treiben in den Straßen hervorbringt, daß man die Bade- und Brunncngäste darüber wenig bemerkt, so groß ihre Anzahl ge­wöhnlich auch ist. Auf den öffentlichen Promenaden, in den schönen Alleen und parkähnlichcn Anlagen, womit Aachen umgeben ist, sind sie häufig zu finden; und nur diejenigen armen Kranken, deren Zu­stand so leidend ist, daß sie sich auf ihre Wohnungen beschränken muffen (und solcher gibt es leider viele), lernen die schönen nahen und fernen Punkte nicht kennen. Kaum eine Viertelstunde von Aachen liegt Burtscheid, eine kleine Fabrikstadt, deren warme Quellen eben­falls sehr geschätzt werden, und wohin sich gewöhnlich solche Patien­ten ziehen, die ruhiger und etwas wohlfeiler zu leben wünschen.

, Der Aachner Dom, in seiner Art fast eben so berühmt wie der kölner, wurde gleich am folgenden Morgen besucht. Er ward von Earl dem Großen, unter Leitung seines Gehcimschreibers Eginhard gebaut und der heiligen Jungfrau geweiht. Aus den alten Chroni­ken der Stadt geht hervor: daß dieser unermeßliche Bau im Jahre 804 vom Papst Leo III. in Gegenwart und unter dein Beistand so vieler Cardinäle und Bischöfe als das Jahr Tage zahlt, mit großem Pomp eingeweiht worden. Dieselben Urkunden berichlen auch, daß

*) 6 o tön neben, Sanlengänge.

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ffe kein Verlangen, die Schwefelquellen sowohl zum Trinken als - zum Baden zu versuchen, und ließen sich am bloßen Anblick genü­gen. In den Badehäusern sind sehr elegante und bequeme Woh­nungen und Badegemächer für Fremde eingerichtet; und unter den Colonnadcn *) sieht man die Brunncngäste, den Becher in der Hand, am frühen Morgen lustwandeln. Dieß ist auch der einzige Ort, wo sich das eigentliche Badelcben kund gibt, indem das rege und bc-